"A homogenous crush of 80‘s rock textures and 60‘s inflections with absolute assurance, triggering melody climaxes and soundscape avalances at every turn. These songs are the stuff of feverish, sleepless nights made presentable by the sugar pill of harmony and keyboards."
NME (UK) 1989
"The following day, while gathered around a single mic in a greater London radio studio and gliding through breathtaking versions of 'Don't Tell Me You Care' and the latest single 'Julie Thru The Blinds', the truth is revealed.
Twenty five years ago we sent a group of mop tops to Hamburg, and now their lost sons have come home"
SOUNDS (UK)
I used to play in a band called "The Jeremy Days" who were kinda cool, ...most times.
This is all so long ago though that I tend to forget stuff. Who, where, why,...? We did make some nice records, though and I remember a camaraderie in the band that for a while seemed very special, indeed. Strange though how life blows stuff so far apart that were once so very close. But there you go....
here's a cool feature of our debut album (the jeremy days-1988) from Will Harris at www.bullz-eye.com from an american point of you.
I'm quite proud to be in this list of lost and obscure gems.
something for you music geeks for sure....
HERE
Lange vor der Begriffsfindung zur "Hamburger Schule" machten sich fünf
Hamburger Ex-Schüler auf, der deutschen Popmusik einen anderen, einen
besseren Namen zu geben:
Schon ihre erste Single landete in den Charts. Ihr erstes Album stieg sogar völlig souverän in die Top 20 ein.
1989
war in Deutschland das Jahr der ersten Welle des Gitarrenpops, auf den
Weg gebracht durch eine neue Band namens The Jeremy Days. Kein
Radiosender, der es sich leisten konnte "Brand New Toy" oder "Are You
Inventive" nicht in seine Playlist aufzunehmen, kein Schulhof oder
UniCampus, auf dem nicht diese eine neue Platte diskutiert wurde...
Sänger Dirk Darmstaedter, Gitarrist Jörn Heilbut, Christoph Kaiser
(Baß), sowie Louis Oberländer (Keyboards) und Drummer Stefan Rager
hatten alles richtig gemacht, sie wurden über Nacht zu Stars. Dabei
waren sie nur ihren eigenen Wünschen und Instinkten gefolgt. Sie
wollten nämlich nur Musik machen, wie sie sie selbst liebten. Sie
hatten keine Angst davor Englisch zu singen Darmstaedter hatte einen
Teil seiner Jugend in den USA verbracht, war der Sprache also mächtig
genug, um z.B. Scorpions'sche Wörterbuch-Texte zu vermeiden und sie
hatten noch weniger Angst davor Englisch zu klingen. Mit britischer
Gitarrenmusik waren sie aufgewachsen und sie wollten einfach nicht
verstehen, warum es für eine deutsche Band unmöglich sein sollte, auf
diesem Sektor kommerziell erfolgreich und trotzdem auch glaubhaft und
integer zu sein. Entgegen allen Erwartungen, der auf importierte Sounds
spezialisierten und festgefahrenen Marktgegebenheiten in Deutschland,
schlugen die fünf Jungs von nebenan voll ein. Schaut man sich die
Veröffentlichungen insgesamt brachte es die Band auf fünf Studioalben
und eine live eingespielte Best of Compilation und Performances der
Jeremy Days jedoch genauer an, merkt man, daß das alles eigentlich
nicht gerade durch puren Zufall geschah.
Schon für die Produktion
ihres selbstbetitelten Debüts, hatten die Hamburger mit Produzent Clive
Langer einen der wichtigsten Macher der britischen Szene verpflichtet.
Dank seiner Erfahrung durch die Arbeit mit u.a. David Bowie, Lloyd
Cole, Elvis Costello aber auch den Ska-Königen Madness, war es ihm
mühelos möglich die sound- und feeling-bezogenen Wünsche der Band
umzusetzen. Zumal man sich bereits vorab entschlossen hatte in London
aufzunehmen. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit Langer sollte auch auf
den Alben "Circushead" (1990) und "Punk By Numbers" (1995) für jede
Menge kreative Funken sorgen.
Eine Erfahrung genauso aufregend und
fruchtbar, aber dennoch ganz anderer Art, machten die fünf Freunde sich
selbst als solche zu bezeichnen wurden sie übrigens sympathischerweise
niemals müde, als sie 1992 die Möglichkeit erhielten, ihr drittes Album
"Speakeasy" (inklusive der Single "Loved") mit Lou Reed-Producer ("New
York") und Material-Mitglied Fred Maher in New York Ciy aufzunehmen.
Kaiser gab damals zu Protokoll: "Es tut diesen Songs, die in Hamburg
geschrieben wurden, einfach gut einen Hauch von New York abzubekommen.
Diese Stadt ist hart, ... hier kann man nur überleben oder untergehen.
Hier kann man prächtig überprüfen, ob das was man mitgebracht hat,
Gültigkeit besitzt." Tat es. Und tut es heute noch...
Fast passend
zur musikalischen Abenteuerlust der Hamburger und dieses fast als
Mission zu verstehenden Drangs englischen Sound in Deutschland zu
etablieren, lösten sich die Jeremy Days mit dem endgültigen
Überschwappen der Brit-Pop Welle nach Kontinentaleuropa im Jahre 1996,
einfach auf. Was bleibt, sind diese wunderschönen Songperlen, einer der
aufregendsten und zweifelsfrei auch einflußreichsten Bands ihrer Zeit...
Oliver Kube, Hamburg im Oktober 1998













